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Cafés in Seoul

Im Sozialleben der Koreaner spielen Cafés eine wichtige Rolle. Während Amerikaner, Europäer und Australier mehr Zeit zuhause bei ihrer Familie verbringen, gehen Koreaner gerne ins Café, nicht nur tagsüber, sondern auch abends.

Daher sind die meisten Cafés bis 22:00 oder 23:00 Uhr geöffnet und voll mit Besuchern, die sich nach dem Abendessen einen Kaffee gönnen.

Nachdem Starbucks vor etwa 20 Jahren erfolgreich den koreanischen Markt als Zufluchtsort für Leute erobert hat, die ihren eintönigen, würfelartigen Apartments und Büros entkommen wollten, leiten individuelle Spezialitäten-Cafés jetzt diese neue Art von Räumlichkeiten ein.

Da Besucher im Durchschnitt mehr als eine Stunde im Café verbringen, muss ein Lokal es wert sein, sich dort aufzuhalten und es aufzusuchen (d. h. neu, angesagt, anders sein), um in Korea Beliebtheit zu erlangen.

Da Besucher im Durchschnitt mehr als eine Stunde im Café verbringen, muss ein Lokal es wert sein, sich dort aufzuhalten und es aufzusuchen (d. h. neu, angesagt, anders sein), um in Korea Beliebtheit zu erlangen.  Hierbei ist zu beachten, dass die Cafés in Korea per Kopf die am meisten koffeinierte Stadt in den USA – Seattle – bei weitem übertreffen und es daher ein sehr umkämpfter Markt ist.

Dieser Wettbewerb führte zu Spitzendesign. Anbieter von Spezialitätenkaffee lassen ästhetische Cafés entstehen, in denen sich gut Kaffee genießen und entspannen lässt, wobei einige Trends ins Auge fallen.

Regeneration steht immer noch an der Spitze

Schon seit langem geht der Trend in Korea dazu, ehemalige Fabriken in Cafés umzuwandeln, angefangen bei der Eröffnung von Anthracite Hapjeong in 2010. Beim Design von Café-Räumlichkeiten liegt die Regeneration von Architektur im Schwerpunkt, und sie sind aus zwei Hauptgründen sehr beliebt: der Eindruck eines enormen Raums und die nostalgische Atmosphäre. Traditionell haben Räume in Korea eine niedrige Decke, was hohe, luftige Fabrikgebäude noch attraktiver macht.

Cafés im Trend

Column (Daelim Changgo), wurde letztes Jahr eröffnet und diente den Fabriken in der Nähe zuvor als Lagerhaus. Dieser enorme Raum mit einem wunderschönen Innengarten ist sehr beliebt.

Café Onion war eine Metallfabrik, die vor sechs Jahren stillgelegt und dann regeneriert wurde. Die Designer nutzten Zement für Tische und Sitzgelegenheiten, um die ursprüngliche Innenausstattung zu reflektieren.

Anthracite Jeju ist eine regenerierte Stärkefabrik auf der Insel Jeju mit einer einzigartigen Bar aus dem Basaltgestein der Insel.

Die Betonung liegt auf Bar und Barista

Bisher herrschte in konventionellen koreanischen Cafés eine deutliche Trennung zwischen der Kaffeebar und dem Saal, was bedeutete, dass das Kundenerlebnis mit dem Barista sofort nach der Bestellung und Abholung des Kaffees endete. Jetzt versuchen Spezialitäten-Cafés in Korea, die Kunden besser zu erreichen und Schwelle zum Barista abzubauen. Dazu werden meist minimalistische Kaffeebars im nordischen Stil verwendet, bei denen die Performance des Baristas im Vordergrund steht.

Cafés im Trend

Im Center Coffee, das vor Kurzen von Sang Ho Park, dem ehemaligen Röster von Square Mile und dem 2015-Finalisten von World Coffee in Good Spirits, eröffnet wurde, steht der Barista durch die weiße, minimalistisch schlichte Innenausstattung im Mittelpunkt. In der ersten Etage gibt es nur wenige Sitzplätze, die alle auf die Kaffeebar ausgerichtet sind, damit Besucher dem Barista bei der Arbeit zuschauen können.

In unserem Café, Bean Brothers Starfield, steht nichts zwischen Ihnen und dem Barista. Kunden können neben dem Barista an der Espresso-Maschine stehen. Damit können Sie sich Ihren bestellten Espresso gut ansehen.

Ein Beispiel für die Heiminnenausstattung

Als Kinfolk in jeder Metropole als die Bibel für schönes Wohnen und gute Innenausstattung zu finden war, ließ auch Seoul sich inspirieren. Jetzt sind die Cafés in der Stadt ein guter Anhaltspunkt für private Wohnräume geworden, wie ein Innenausstattungsmagazin. Möbel, Zubehör und Küchenausstattung der Cafés werden zum Gesprächsthema bei Liebhabern von Innenausstattung, und das wiederum regt die Spezialitäten-Cafés dazu an, sich bei einer ästhetischen Tischausstattung mehr Mühe zu geben.

Cafés im Trend

Orer wird von Jaewon Kim geleitet, der in Textildesign promoviert hat. Hier dient ein Café als Anhaltspunkt für das Home-Styling. Der kleine Garten macht das Café nur noch attraktiver. Nachdem Kunden sich erkundigt hatten, wo es die Gegenstände im Café zu kaufen gäbe, hat jetzt in der Nähe ein Ausstattungsgeschäft geöffnet.

SEO YOUNG YOUN ist der Marketing-Direktor bei Bean Brothers Korea

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